© 2019 Behinderter Hund - Na und?
Erster österreichischer Verein für Besitzer behinderter Hunde
Vereinsregisternr: 213219158

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SERIÖSE VERMITTLUNG VON GELÄHMTEN HUNDEN

Eine geeignete Pflegestelle oder einen Fixplatz findet man für einen gelähmten Hund nicht von heute auf morgen. Soziale Netzwerke wie zB. Facebook sind für diese Suche ein gutes Medium, es ersetzt aber keineswegs das persönliche Kennenlernen! Anhand eines im Internet erstellten Profils und des bloßen schriftlichen Kontaktes kann man den Interessenten schwer oder gar nicht kennenlernen, geschweige denn erfährt man konkrete Lebensumstände.

Gelähmte Hunde: dankbare, treue Seelen? - Ganz klar, NEIN. In einer Vermittlung haben herzerweichende Geschichten und 100te Herzchen nichts zu suchen. In solchen Inseraten findet man fast gar keine Informationen zur Behinderung und dem Pflegeaufwand. 

Seriöse Vermittler werden daher alle wichtigen Punkte schon im Inserat zusammenfassen. ZB: Ist der Hund inkontinent? Hier müssen die Interessenten über den Arbeitsaufwand aufgeklärt werden. Fünf- bis zehnmal am Tag Windeln wechseln, den Hund von Kot und Urin reinigen, das Haus von Kot und Urin reinigen. Nicht immer hält die Windel. Windelwechseln muss gelernt sein und man darf auch nicht erwarten, dass der Hund sich dies von Anfang an gefallen lässt. Falls die Blase ausmassiert werden muss, muss auch dies gezeigt und gelernt werden. 

Auch den körperlichen Aufwand darf man nicht außer Acht lassen. Ein acht Kilo schwerer Hund, den man oft von A nach B tragen muss, belastet den Rücken! Umso schwerer der Hund, umso größer die Belastung. Gelähmte Hunde können sich zwar auch durch Rutschen fortbewegen, sie müssen aber trotzdem zB. in ihren Rolli hinein- und hinausgehoben werden. Hier sollte man sich überlegen ob man dieser körperlichen Anstrengung auch auf Dauer gewachsen ist.

Wie bei allen Vermittlungen auch müssen Lebens- und Wohnsituation der Interessenten geprüft werden. Ist die gesamte Familie mit einem gelähmten Hund einverstanden? Passen die Lebensumstände (Kinder, Katzen, andere Hunde im Haushalt)? Ist genug Zeit vorhanden um regelmäßig zur Physiotherapie und zur tierärztlichen Kontrolle zu fahren? Ist man bereit, eine bedeutend längere Kennenlernphase in Kauf zu nehmen? Kann man die physischen und psychischen Aspekte bewältigen?

Sind all diese Punkte geklärt und die Interessenten noch immer bereit den Hund aufzunehmen muss natürlich auch der Kostenfaktor geklärt werden. Bei einer Pflegestelle muss geklärt werden, welcher Verein die Kosten übernimmt. Sollte der Hund gleich auf eine Endstelle kommen muss abgeklärt sein, ob die Kosten für Untersuchungen, Physiotherapie, die orthopädischen Hilfsmittel, usw. getragen werden können.

Auf die Kosten der umfassenden Untersuchungen und Co. werden wir im Laufe dieser Kampagne noch eingehen.

Eine seriöse Vermittlungsstelle wird all diese Punkte mit den Interessenten im Vorhinein (!) klären. 

 

Wichtige Punkte für Interessenten eines gelähmten Hundes:

  • Habe ich alle wichtigen Informationen zum Hund allgemein erhalten?

  • Gibt es alle Fakten zur Behinderung (Diagnosen, welche Untersuchungen wurden gemacht)

  • Ist der Hund inkontinent?

  • Muss ich die Blase ausmassieren?

  • Welcher Pflegeaufwand kommt auf mich zu?

  • Welche Untersuchungen müssen noch gemacht werden? (organisiert das der Verein oder muss ich das tun)

  • Ist mir klar das ich nicht so einfach auf Urlaub fahren kann

  • Schaffe ich die Belastung auch körperlich

  • Werden Hilfsmittel (zB Rolli) zur Verfügung gestellt 

  • Kann ich mind. 1x wöchentlich zur Physiotherapie fahren

  • Wer trägt die kosten?

  • An wen kann ich mich bei Problemen wenden?

Wichtige Punkte für einen vermittelnden Verein:

  • Informationen zum Hund allgemein (Wesen, Verträglichkeit, Angsthund, usw...)

  • Untersuchungen mit Diagnosen (Röntgen, MRT, Blutbild, Neurologischer Befund) 

  • Liste der nächsten wichtigen Untersuchungen?

  • Lebens- u. Wohnsituation der Interessenten?

  • Haben die Interessenten genügen Zeit?

  • Ist die Bereitschaft da für die nötigen Therapien?

  • Kann alles finanziell abgedeckt werden?

  • Vor- und Nachkontrollen

Hunde auf Pflege- oder Endstellen abzuladen die man nur über das Internet kennt ist nicht nur verantwortungslos dem Hund gegenüber, sondern ist meistens auch zum Scheitern verurteilt.Wenn Sie Interesse daran haben, einen gelähmten Hund bei sich aufzunehmen können Sie sich gerne vorab bei uns informieren!

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